Es zeigt sich zwischen Hormonen und der Qualität des Tränenfilms kein 1:1 Verhältnis. Das bedeutet, dass nicht sicher vorausgesagt werden kann, wie sich der Tränenfilm unter einer Hormontherapie entwickelt.
Es gibt auch keine Tabletten, welche die Qualität des Tränenfilms verbessern. Genauso wie es noch keine Tabletten gibt, damit eine trockene Haut feuchter wird.
Deshalb ist die einzige heute zur Verfügung stehende Therapie die Unterstützung des Tränenfilms mit pflegenden Augentropfen. Hierbei ist es besonders wichtig darauf zu achten, dass nur Konservierungsmittelfreie Pflegetropfen verwendet werden. Konservierungsmittel sind fettlösend, sie verschlechtern also den bestehenden Tränenfilm noch mehr. Deshalb sollen keine Fläschchen verwendet werden. Besser sind einmal- beziehungsweise Tagesportionen.
Heute sind auf dem Markt auch Benetzungstropfen in Fläschchen erhältlich, welche Konservierungsmittel enthalten, die im Tränenfilm zerfallen. Auch nach mehrmaligem Nachfragen bei den Herstellern, liegt noch immer keine Antwort vor, wie lange es dauert, bis das Konservierungsmittel, nachdem es in den Bindehautsack getropft wurde, im Tränenfilm zerfallen ist. Wir empfehlen deshalb, auf diese Fläschchen zu verzichten.
Grundsätzlich stehen uns für die Benetzung langkettige Alkohole (Glycerin), langkettige Zuckermoleküle und die Hyaluronsäure zur Verfügung. Die Hyaluronsäure hat die bislang besten Benetzungseigenschaften. Hyaluronsäure schmiert auch unsere Gelenke und ist ebenso natürlicherweise in unserem Tränenfilm zu finden.
Diese Benetzungstropfen können ein Leben lang getropft werden, ohne dass mit Nebenwirkungen zu rechnen ist.
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