Man unterscheidet verschiedene Arten der Linsentrübungen. Die Linse besteht aus der Linsenkapsel, der Linsenrinde und dem Linsenkern. Die Linsentrübung kann isoliert in allen Schichten der Linse auftreten.

Myopisierender Grauer Star

Ist vorwiegend der Linsenkern betroffen, kann es zu erheblichen Änderungen der Brechkraft der Linse kommen. Dies wirkt sich so aus, dass sich im Laufe von Monaten eine vorher nicht beobachtete Kurzsichtigkeit entwickelt. Manche Patienten können dann plötzlich wieder ohne Lesebrille lesen. Der Augenarzt spricht dann von der "Myopisierung" durch die Kerntrübung der Linse.

Hintere Schalentrübung

In manchen Fällen ist zwar die Linse insgesamt durchsichtig, lediglich in der hintersten Zone der Linse befindet sich eine dünne Trübungszone. Diese Art der Trübung findet sich vor allem nach Verletzungen (Kontusionskatarakt), sowie bei Patienten mit Diabetes. Das besondere an dieser Art der Trübung ist, dass sie innerhalb von Wochen voranschreitet.

Mature Katarakt

Von einer maturen (reifen) Katarakt spricht man, wenn die Linse komplett undurchsichtig geworden ist. In dieser Situation kann der Augenarzt genau so schlecht ins Auge hinein sehen, wie der Patient heraus. Ein Auge mit maturer Katarakt ist blind. Das Besondere in dieser Situation ist, das zum Einen nicht abgeschätzt werden kann, wie die Sehkraft nach der Operation sein wird, da die Netzhaut vor der Operation nicht beurteilt werden kann. Zum Anderen ist die Operation trotz modernster Techniken doch erheblich erschwert und risikoreicher.